Presse- und Medienarbeit
Pressemitteilungen, Anfragen, Sprecherrolle, Krisenfälle. Reaktiv und taktgebunden, mit hoher Sichtbarkeit nach aussen und wenig Planbarkeit im Tagesverlauf.
Du schreibst Pressemitteilungen, betreust Kanäle oder hältst intern die Kommunikation zusammen, nur der Abschluss fehlt. Das Studium liefert Strategie, Methodik und den formalen Nachweis, und deine Ausbildung verkürzt den Weg oft deutlich.
Drei Felder werden ständig in einen Topf geworfen, und das führt zur falschen Studienwahl.
Kommunikationsstudiengänge fragen, wie eine Organisation mit ihren Öffentlichkeiten spricht: mit Medien, Beschäftigten, Kundschaft, Politik und Anwohnern. Studieninhalte sind Kommunikationsstrategie, Presse- und Medienarbeit, interne Kommunikation, Krisenkommunikation, Medienrecht und zunehmend digitale Kanäle. Unternehmenskommunikation ist dabei der Dachbegriff, PR ein Teil davon.
Die drei Abgrenzungen, die im Erstgespräch fast immer nötig sind:
Und die ehrliche Grenze: Die Berufsbezeichnungen in dieser Branche sind nicht geschützt. Es gibt keine Kammer, keine Zulassung, keine Prüfungsordnung, die dich zur Pressesprecherin macht. Der Abschluss wird dort verlangt, wo formal ausgeschrieben wird, also im öffentlichen Dienst, in grossen Organisationen und bei Verbänden. In Agenturen zählen Arbeitsproben und Referenzen oft stärker. Das Studium ist damit ein Türöffner, kein Berufszugang.
Kommunikation ist ein klassisches Quereinsteigerfeld, das erleichtert den Zugang.
Eine abgeschlossene Ausbildung plus einige Jahre Berufserfahrung öffnet den Hochschulzugang für ein fachlich verwandtes Studium. Diese Ausbildungen sind die üblichen Zubringer:
Wer zusätzlich einen Fachwirt für Marketing oder Kommunikation oder eine vergleichbare Aufstiegsfortbildung mitbringt, hat häufig den allgemeinen Hochschulzugang und damit freie Studienwahl. Die drei üblichen Wege im Detail stehen unter Studieren ohne Abitur.
Ein praktischer Hinweis: Sammle deine Belege, bevor du dich bewirbst. Arbeitszeugnisse mit konkreter Aufgabenbeschreibung, Zertifikate aus Weiterbildungen, Nachweise über Projektverantwortung. Genau diese Unterlagen entscheiden später über die Anrechnung, und wer sie erst im Bewerbungsmonat sucht, verschenkt Punkte. Wie du deine Vorleistungen im Lebenslauf sichtbar machst, steht unter Studium im Lebenslauf.
Kaufmännische Grundlagen sind gut belegbar, und genau die stehen am Studienanfang.
Eine geregelte kaufmännische Ausbildung ist eine formale Qualifikation mit dokumentierten Lernzielen. In Kommunikationsstudiengängen trifft sie häufig die betriebswirtschaftlichen Grundlagenmodule, die in den ersten Semestern liegen. Eine Fachwirt-Fortbildung bringt zusätzlich Punkte, dazu kommen einschlägige Berufsjahre. Für ausserhochschulisch erworbene Leistungen gilt üblicherweise eine Obergrenze von 50 Prozent der ECTS eines Studiengangs.
Was das bedeutet, zeigt die Rechnung. Ein Bachelor umfasst 180 ECTS. Werden 50 davon angerechnet, bleiben 130. Bei 10 ECTS pro Semester, was neben einem Vollzeitjob realistisch ist, sind das sechseinhalb statt neun Jahre. Du hast an deinem Arbeitsalltag nichts geändert und zweieinhalb Jahre gespart.
Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Anrechnung klären, dann die Hochschule wählen. Die Unterschiede zwischen Anbietern sind bei identischen Vorleistungen erheblich. Wie das Verfahren läuft und worin sich pauschale und individuelle Anrechnung unterscheiden, steht unter ECTS anrechnen und Anrechnung von Berufserfahrung.
Kommunikationsarbeit ist reaktiv, und das musst du bei der Semesterlast einkalkulieren.
| ECTS pro Semester | Stunden pro Woche | Im Alltag | Bachelor dauert |
|---|---|---|---|
| 5 | rund 7 bis 8 | ein freier Abend plus ein halber Tag | 18 Jahre, nur für einzelne Module sinnvoll |
| 10 | rund 15 | zwei Abende plus ein freier Tag, übersteht auch eine unruhige Woche | 9 Jahre, mit Anrechnung 6,5 |
| 15 | rund 22 | machbar, solange du nicht regelmässig in Krisenlagen einspringst | 6 Jahre, mit Anrechnung rund 4,5 |
| 20 | rund 30 | faktisch ein zweiter Halbtagsjob, bei Rufbereitschaft kaum haltbar | 4,5 Jahre |
Gerechnet mit 30 Stunden je ECTS und rund 20 aktiven Wochen pro Semester. Wie du deine eigene Zahl bestimmst, steht unter ECTS pro Semester.
Bei den Kosten liegen berufsbegleitende Bachelorprogramme üblicherweise im Bereich von einigen hundert Euro pro Monat. Entscheidend ist die Gesamtsumme bei realistischem Tempo, nicht die Monatsrate, und die sinkt vor allem über die Anrechnung. Die Details stehen unter Was kostet ein Fernstudium.
Welche Hochschule welches Kommunikationsprogramm anbietet, vergleichst du am besten quellenbelegt im Hochschulnavigator. Und weil Kommunikationsabteilungen von einer formal qualifizierten Besetzung profitieren, lohnt das Gespräch über eine Beteiligung, siehe Studium vom Arbeitgeber bezahlen lassen. Achte auf Rückzahlungsklauseln, sie binden dich meist mehrere Jahre.
Drei Richtungen, die sich in Alltag und Anforderungen deutlich unterscheiden.
Pressemitteilungen, Anfragen, Sprecherrolle, Krisenfälle. Reaktiv und taktgebunden, mit hoher Sichtbarkeit nach aussen und wenig Planbarkeit im Tagesverlauf.
Beschäftigtenkommunikation, Veränderungsprozesse, Führungskräfte-Unterstützung. Planbarer als Pressearbeit, dafür politisch anspruchsvoll und eng an der Geschäftsführung.
Strategie, Budget, Agentursteuerung, Wirkungsmessung. Weniger selbst schreiben, mehr entscheiden. Der Weg, für den das Studium am klarsten qualifiziert.
Zum Gehalt eine ehrliche Einordnung: Die Spanne in dieser Branche ist gross, und sie hängt weniger am Abschluss als an Organisationsgrösse, Branche und Verantwortungsumfang. Agenturarbeit zahlt am Anfang selten gut, Positionen in grossen Unternehmen und im öffentlichen Dienst folgen dagegen festen Rastern, in denen der Abschluss eingruppierungsrelevant ist. Der Sprung entsteht mit der Rolle, nicht mit dem Zeugnis. Mehr dazu unter Gehalt nach dem Studium.
Die Fragen, die im Erstgespräch fast immer kommen.
Marketing zielt auf den Absatz und spricht Kundinnen und Kunden direkt an. PR zielt auf Beziehungen und Reputation und spricht oft über Dritte, etwa über Redaktionen, Verbände oder die Politik. In der Praxis verschwimmen die Grenzen, besonders im Content-Bereich. Für die Studienwahl bleibt die Frage entscheidend, ob du Umsatz beeinflussen oder Vertrauen aufbauen willst.
Nein. Journalismus arbeitet im öffentlichen Auftrag und ist der Sache verpflichtet, PR arbeitet im Auftrag einer Organisation und vertritt deren Interesse. Beide nutzen ähnliche Werkzeuge, die Rolle ist eine andere. Ein Kommunikationsstudium bereitet auf die Auftraggeberseite vor, für den Journalismus sind Volontariat und Redaktionspraxis der übliche Weg.
In der Regel ja. Eine abgeschlossene kaufmännische oder mediennahe Ausbildung plus mehrere Jahre Berufserfahrung öffnet den Zugang zu einem fachlich verwandten Studium. Mit einer Aufstiegsfortbildung wie dem Fachwirt für Marketing oder Kommunikation kommt häufig der allgemeine Hochschulzugang dazu.
Das hängt von der Hochschule ab und unterscheidet sich erheblich. Eine geregelte kaufmännische Ausbildung deckt oft die betriebswirtschaftlichen Grundlagenmodule ab, eine Fachwirt-Fortbildung bringt zusätzlich Punkte, dazu kommen einschlägige Berufsjahre. Für ausserhochschulisch erworbene Leistungen gilt üblicherweise eine Obergrenze von 50 Prozent der ECTS eines Studiengangs.
Rechtlich nicht. Die Berufsbezeichnungen in der Kommunikationsbranche sind nicht geschützt, es gibt keine Kammer und keine Zulassung. Faktisch wird der Abschluss dort verlangt, wo formal ausgeschrieben wird: im öffentlichen Dienst, in grossen Organisationen und bei Verbänden. In Agenturen zählen häufig Arbeitsproben und Referenzen stärker.
Zulassung, Anrechnung und passendes Programm in einem Gespräch geklärt.
Dasselbe Fach, zwei verschiedene Antworten. Jede Stufe hat eigene Zugangswege und führt woanders hin.
Zugang über die Ausbildung, Anrechnung durchgerechnet und was der Abschluss in einer freien Branche bringt
Welcher Bachelor vorausgesetzt wird, fachfremd rein
Die Aussagen auf dieser Seite sind allgemein gehalten und basieren auf meiner Beratungspraxis (Stand 31.07.2026). Sie ersetzen keine offizielle Anrechnungs- oder Anerkennungs-Entscheidung der jeweiligen Hochschule und sind kein Rechtsrat. Konkrete Entscheidungen treffen die Hochschulen, die ZAB (DE), das BMBWF (AT) oder das SBFI (CH) individuell. Vor verbindlichen Schritten kläre ich das mit dir im Erstgespräch.