Ein Fernstudium Kosten Vergleich zeigt schnell: Die Preisspanne ist enorm. Zwischen 1.500 Euro für einen kompletten Bachelor und über 15.000 Euro liegen Welten. Doch der günstigste Preis ist nicht automatisch die beste Wahl. Und der teuerste Anbieter bietet nicht zwingend die beste Qualität.
Hier erfährst du, was staatliche und private Fernhochschulen wirklich kosten, welche versteckten Ausgaben dazukommen und wo du am klügsten investierst.
Staatliche Fernhochschulen: Was sie kosten
Staatliche Anbieter sind deutlich günstiger als private Hochschulen. Die bekanntesten Optionen:
FernUniversität in Hagen (Deutschland):
- Bachelor: ca. 1.500 bis 2.500 Euro gesamt (je nach Studiengang und Dauer)
- Master: ca. 1.000 bis 1.500 Euro gesamt
- Zusammensetzung: Semesterbeiträge plus Materialgebühren pro belegtem Modul
FH Burgenland (Österreich):
- Bachelor: ca. 363 Euro pro Semester (ÖH-Beitrag)
- Master: ca. 363 Euro pro Semester
- Gesamtkosten Bachelor (6 Semester): ca. 2.200 Euro
Weitere staatliche Optionen: Einige staatliche Hochschulen bieten einzelne Fernstudiengänge an (z.B. Hochschule Wismar über WINGS, Hochschule Schmalkalden). Hier liegen die Fernstudium Kosten oft zwischen 1.500 und 4.000 Euro für den gesamten Bachelor.
Der Vorteil staatlicher Anbieter ist offensichtlich: der Preis. Was du dafür in Kauf nimmst: weniger individuelle Betreuung, starre Prüfungstermine und teilweise veraltete Lernplattformen.
Private Fernhochschulen: Was du für mehr Geld bekommst
Private Anbieter kosten deutlich mehr. Die monatlichen Gebühren liegen zwischen 200 und 400 Euro. Auf den gesamten Bachelor gerechnet:
- IU Internationale Hochschule: ca. 12.000 bis 15.000 Euro (je nach Zeitmodell)
- AKAD University: ca. 11.000 bis 14.000 Euro
- Euro-FH: ca. 11.000 bis 13.000 Euro
- SRH Fernhochschule: ca. 12.000 bis 14.000 Euro
Das ist ein Vielfaches des Preises an der FernUni Hagen. Aber du bekommst dafür auch mehr:
- Flexiblere Prüfungen: Online-Klausuren, mehr Prüfungstermine pro Jahr, oft 24/7 verfügbar
- Modernere Lernplattformen: Apps, Video-Vorlesungen, interaktive Inhalte
- Bessere Betreuung: Kleinere Gruppen, schnellere Antworten, persönliche Studienberater
- Mehr Studienmodelle: Vollzeit, Teilzeit, verlängerte Varianten. Du passt das Tempo an dein Leben an
- Praxisnähere Inhalte: Oft stärkerer Bezug zur Berufspraxis durch Praxispartner und Fallstudien
Gut zu wissen
Viele private Fernhochschulen bieten Rabatte: Frühbucherrabatte, Gruppenrabatte über Partnerunternehmen oder reduzierte Gebühren für Absolventen, die direkt den Master anschließen. Frage aktiv nach. Und: Die monatliche Rate ist nicht alles. Vergleiche immer die Gesamtkosten über die tatsächliche Studiendauer.
Versteckte Kosten, die im Fernstudium Kosten Vergleich fehlen
Der Studiengebührenvergleich allein reicht nicht. Folgende Posten kommen bei beiden Modellen dazu:
- Prüfungsgebühren: An manchen Hochschulen separat berechnet, besonders bei Wiederholungsprüfungen (30 bis 100 Euro pro Prüfung)
- Präsenztermine: Anreise und Unterkunft für Pflichtveranstaltungen, Prüfungen oder Labortage (je nach Studiengang 200 bis 1.000 Euro pro Jahr)
- Technische Ausstattung: Laptop, Webcam, stabile Internetverbindung. Manche Studiengänge setzen spezielle Software voraus
- Studienmaterial: Einige Anbieter berechnen Lehrbücher extra. Bei anderen ist alles inklusive
- Verlängerungsgebühren: Wer die Regelstudienzeit überschreitet, zahlt bei privaten Anbietern oft Zusatzgebühren (50 bis 200 Euro monatlich)
ECTS-Anrechnung als Kostenspar-Strategie
Ein oft übersehener Hebel: Wenn du bereits Berufserfahrung oder eine abgeschlossene Ausbildung mitbringst, kannst du dir ECTS-Punkte anrechnen lassen. An vielen Hochschulen reduziert das nicht nur die Studiendauer, sondern auch die Gesamtkosten.
Bei einer Anrechnung von 30 ECTS (ein Semester) sparst du an privaten Hochschulen schnell 2.000 bis 3.000 Euro. Prüfe vor der Einschreibung, wie viel dir angerechnet werden kann. Im Rahmen meiner Beratung klären wir das gemeinsam mit den Hochschulen.
Steuerlich absetzen: Der Staat zahlt mit
Ein wichtiger Faktor im Fernstudium Kosten Vergleich: Studiengebühren sind steuerlich absetzbar.
- Zweitstudium (Bachelor nach Ausbildung, Master, MBA): Volle Absetzbarkeit als Werbungskosten. Das mindert dein zu versteuerndes Einkommen direkt.
- Erststudium: Bis zu 6.000 Euro pro Jahr als Sonderausgaben absetzbar.
- Zusätzlich absetzbar: Arbeitsmittel, Fachliteratur, Fahrtkosten zu Prüfungen, anteiliges Arbeitszimmer.
Bei einem Grenzsteuersatz von 35 bis 42 Prozent bekommst du einen erheblichen Teil der Kosten zurück. Ein Fernstudium für 12.000 Euro kostet nach Steuer effektiv oft nur 7.000 bis 8.000 Euro.
Fazit
Der Fernstudium Kosten Vergleich zeigt: Staatlich ist günstiger, privat bietet mehr Service. Beide Wege führen zu einem gleichwertigen, akkreditierten Abschluss. Was sich für dich lohnt, hängt von deinem Budget, deinem Betreuungsbedarf und deiner Lebenssituation ab. Prüfe die Gesamtkosten, nutze ECTS-Anrechnung und vergiss die Steuervorteile nicht. Wenn du eine individuelle Kosteneinschätzung für dein Wunschstudium brauchst, schau dir die Studienprogramme an oder buche eine kostenlose Erstberatung.
