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Informatik Fernstudium: Lohnt sich der Quereinstieg?

IT-Fachkräfte sind gefragt wie nie. Was dich im Informatik Fernstudium erwartet, welche Mathe-Kenntnisse du brauchst und ob sich der Quereinstieg lohnt.

Lars Ritter Lars Ritter
4 Min. Lesezeit

Der Fachkräftemangel in der IT-Branche ist real. Unternehmen suchen Softwareentwickler, Datenanalysten und IT-Projektmanager. Viele Berufstätige überlegen deshalb, ob ein Informatik Fernstudium der richtige Weg in die Branche ist. Die kurze Antwort: Für viele ja. Aber nicht für alle. Hier erfährst du, was dich erwartet und worauf du achten solltest.

Was du im Informatik Fernstudium lernst

Ein Bachelorstudium in Informatik deckt in der Regel diese Kernbereiche ab:

  • Programmierung: Java, Python oder C sind typische Einstiegssprachen. Du lernst, Software zu entwickeln, von der Idee bis zur fertigen Anwendung.
  • Datenbanken: Wie Daten gespeichert, abgerufen und verwaltet werden. SQL ist Standard, NoSQL-Datenbanken kommen zunehmend dazu.
  • Netzwerke und IT-Sicherheit: Wie Systeme kommunizieren und wie du sie vor Angriffen schützt.
  • Software Engineering: Methoden zur systematischen Softwareentwicklung. Agile Methoden, Versionskontrolle, Testing.
  • Mathematik und Statistik: Analysis, Lineare Algebra, Diskrete Mathematik, Wahrscheinlichkeitsrechnung.
  • Betriebssysteme und Rechnerarchitektur: Wie Computer auf Hardware-Ebene funktionieren.

Die genauen Module variieren je nach Hochschule. Manche Programme setzen Schwerpunkte in Webentwicklung, andere in Künstlicher Intelligenz oder Data Science.

Die Mathe-Frage: Ehrliche Einschätzung

Mathematik ist der Bereich, an dem die meisten Studierenden im Informatik Fernstudium scheitern. Das soll dich nicht abschrecken, aber vorbereiten. Die Mathe-Module im ersten und zweiten Semester sind anspruchsvoll. Analysis und Lineare Algebra erfordern abstraktes Denken.

Wenn du in der Schule gut in Mathe warst, wirst du zurechtkommen. Wenn Mathe nie dein Fach war, solltest du vor dem Studienstart einen Vorkurs belegen. Viele Hochschulen bieten kostenlose Mathe-Brückenkurse an. Nutze sie.

Gut zu wissen

Wenn dir Mathematik zu technisch ist, aber du trotzdem in die IT willst: Wirtschaftsinformatik ist eine Alternative. Der Mathe-Anteil ist geringer, der Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen IT und Business. Viele Arbeitgeber suchen genau dieses Profil.

Karrierechancen und Gehalt nach dem Informatik-Studium

Die Berufsaussichten für Informatik-Absolventen sind ausgezeichnet. Der IT-Arbeitsmarkt wächst seit Jahren, und die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften übersteigt das Angebot deutlich.

Typische Einstiegsgehälter für Informatik-Absolventen liegen zwischen 45.000 und 55.000 Euro brutto pro Jahr. Mit Berufserfahrung und Spezialisierung steigen die Gehälter schnell. In Bereichen wie Cloud Computing, IT-Security oder Data Engineering sind 70.000 bis 90.000 Euro nach wenigen Jahren realistisch.

Für Quereinsteiger, die bereits Berufserfahrung in einer anderen Branche mitbringen, ist die Kombination besonders wertvoll. Du verstehst die Fachdomäne und kannst programmieren. Das macht dich für viele Arbeitgeber interessanter als jemand, der nur IT kann.

Quereinstieg in die IT: Voraussetzungen und Realität

Du brauchst keine Programmierkenntnisse, um ein Informatik Fernstudium zu beginnen. Die meisten Programme starten bei null. Was du brauchst, ist logisches Denken, Geduld beim Problemlösen und die Bereitschaft, am Anfang deutlich mehr Zeit zu investieren als in späteren Semestern.

Ein häufiger Irrtum: Du musst vorher schon coden können. Stimmt nicht. Aber es schadet nicht, vor dem Studienstart einen kostenlosen Online-Kurs in Python oder JavaScript zu machen. So bekommst du ein Gefühl dafür, ob dir Programmieren liegt.

Wirtschaftsinformatik als Alternative

Nicht jeder, der in die IT will, muss reine Informatik studieren. Wirtschaftsinformatik kombiniert BWL mit IT. Du lernst Programmieren, Datenbanken und IT-Projektmanagement, aber auch Controlling, Marketing und Unternehmensführung.

Für Berufstätige, die bereits in kaufmännischen oder verwaltenden Berufen arbeiten, ist Wirtschaftsinformatik oft der bessere Einstieg. Der Mathe-Anteil ist niedriger, und du kannst dein vorhandenes Wissen direkt einbringen.

Du musst kein Mathe-Genie sein, um in die IT einzusteigen. Aber du musst bereit sein, dich durch die ersten Semester zu arbeiten.

Was du vor dem Studienstart tun kannst

Wenn du unsicher bist, ob Informatik das Richtige für dich ist, teste es vorher. Es gibt zahlreiche kostenlose Möglichkeiten:

  • Online-Kurse: Plattformen wie freeCodeCamp oder Codecademy bieten kostenlose Einstiegskurse in Python, JavaScript und HTML/CSS. Ein paar Wochen reichen, um ein Gefühl dafür zu bekommen.
  • Mathe-Vorkurse: Viele Fernhochschulen bieten kostenlose Mathe-Brückenkurse vor Studienbeginn an. Nutze sie, auch wenn du denkst, dass du gut vorbereitet bist.
  • Probestudium: Manche Anbieter bieten ein kostenloses Probesemester oder einzelne Module zum Testen an. Das ist die realistischste Vorbereitung.

Wer vor dem Start investiert, reduziert das Risiko, im ersten Semester überfordert zu sein. Und du merkst früh, ob dir das Programmieren Spaß macht oder ob du eher in Richtung IT-Management oder Wirtschaftsinformatik gehen solltest.

Den richtigen Studiengang finden

Die Auswahl an Informatik-Fernstudiengängen ist groß. Reine Informatik, angewandte Informatik, Medieninformatik, Wirtschaftsinformatik, IT-Sicherheit. Welcher Studiengang der richtige ist, hängt von deinem Ziel ab. Willst du Software entwickeln? Dann reine Informatik. Willst du IT-Projekte leiten? Dann Wirtschaftsinformatik. Willst du Systeme absichern? Dann IT-Security.

In einem Beratungsgespräch schauen wir gemeinsam, welches Programm zu deinem Hintergrund und deinen Zielen passt. Aus meinem Partnernetzwerk kenne ich die Unterschiede zwischen den Anbietern aus der Praxis.


Fazit

Ein Informatik Fernstudium lohnt sich für Quereinsteiger, die bereit sind, sich auf Mathematik und Programmierung einzulassen. Die Karrierechancen sind stark, die Gehälter überdurchschnittlich und die Nachfrage hoch. Wer weniger technisch orientiert ist, findet in der Wirtschaftsinformatik eine passende Alternative. Entscheidend ist, den Studiengang zu wählen, der zu deinen Stärken und Zielen passt.

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